Berliner Unterwelten

Für den Fall, dass es regnerisch oder auch zu heiß ist, gibt es in Berlin etwas höchst Interessantes zu besichtigen: die Berliner Unterwelten. Nein, gemeint ist nicht die Kanalisation, sondern es geht um unterirdische Bauwerke in der Stadt. Organisator ist der gemeinnützige eingetragene Verein Berliner Unterwelten, eine Gesellschaft zur Erforschung und Dokumentation unterirdischer Bauten. Den Verein gibt es seit 1997, und er erforscht, dokumentiert und erhält unterirdische Anlagen in Berlin und geht auch der Frage nach, wie sich Ende des 12. Jahrhunderts aus zwei kleinen Kaufmannssiedlungen die größte deutsche Metropole entwickeln konnte. Dem Verein ist es ein Herzensanliegen, geschichtsträchtige Bauwerke zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Continue reading

Einladende Straßenterrassen am Kurfürstendamm

Der nach der Wende totgesagte Kurfürstendamm ist schon lange wieder in. Und zu einem Ku’damm-Bummel gehört seit jeher ein Besuch in einem Café zum „Leute-Gucken“. Es gibt unzählige einladende Terrassencafés für jeden Geschmack und Geldbeutel, so auch Starbucks. Vermisst werden aber die traditionsreichen Kaffeehäuser wie das berühmte Kranzler und das Café Möhring, in denen sich die legendären Berliner Witwen zu Kaffee und Sahnetorte sowie zum Informationsaustausch trafen. Das Kranzler gibt es noch stark verkleinert und im Möhring mit den Stuckdecken ist jetzt eine der üblichen Modeketten. Aber zum Glück gibt es das Reinhard’s mit der einladenden Terrasse neben dem Kempinski-Stammhaus an der Ecke Fasanenstraße, Nr. 27. Continue reading

Idyllisch und abwechslungsreich – die Umgebung von Dahlem

Die Aussichten auf herrliches Wetter sind Anfang August, wenn der FIT-Kongress stattfindet, vielversprechend. Wie gut, dass Dahlem nicht nur viele spannende Museen zu bieten hat. Der Ortsteil im Berliner Südwesten ist praktisch allwettertauglich. Wie wäre es nach einem heißen Kongresstag mit einem Spaziergang durch den kühlen Wald, einem erfrischenden Bad im See oder einer köstlichen Brause auf dem Bauernhof?

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Frische Luft tanken im Botanischen Garten

Keine 15 Autominuten vom  Veranstaltungsort des 20. Weltkongresses der FIT entfernt liegt ein beeindruckendes Kleinod: der Botanische Garten. Ein Abstecher in diese wunderschön angelegte Natur lohnt immer – ob Sie sich während der drei Kongresstage einmal eine Auszeit nehmen möchten, Sie ein Freund der Pflanzenwelt sind oder sich gern in einer herrlichen Umgebung aufhalten. Continue reading

Die Buchstaben Berlins

Buchstaben. Überall nur Buchstaben. Keine Zahlen, keine Satzzeichen, stattdessen nur auffordernde “M”, “O” und “P”. Ein höllisch rot glimmendes “A” von einer Größe, das es einen ausgewachsenen Mann ohne Weiteres erschlagen könnte. Daneben das verschnörkelte und blassere “Z” aus “Zille”. Und die ganz Kleinen gibt es auch. Dazu noch ein paar Fische und grellbunte Pflanzen, die erst im Dunkeln ihre wahre Wirkung entfalten. Treten Sie ruhig näher, meine Damen und Herren!

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Berlins beliebteste Flaniermeile

Der Kurfürstendamm – von den Berlinern auch liebevoll „Ku-Damm“ genannt – ist die bekannteste Einkaufs- und Flaniermeile Berlins. Die 3,5 Kilometer lange Prachtstraße mit den breiten Gehwegen erstreckt sich im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf vom Rathenauplatz am westlichen Ende bis zum Breitscheidplatz mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am östlichen Ende. Dort geht der beliebte Boulevard in die Tauentzienstraße über, wo sich das legendäre Kaufhaus des Westens, kurz KaDeWe, befindet.

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Entlang der U3 – Der Fehrbelliner Platz

Die U3 – Womit fahren wir hier eigentlich?
Der FIT-Kongress auf dem Campus der Freien Universität Berlin (kurz FU) liegt an der U-Bahnlinie 3, dem dunkelgrünen Strich durch den Südwesten der Stadt, der am Knotenpunkt Nollendorfplatz beginnt und an der Krummen Lanke endet – eine Fahrzeit von nicht mehr als 30 Minuten, damit eine der kürzesten Strecken des Netzes und auch eine der ältesten. Wer weiter in Richtung Zentrum möchte, kann am Nollendorfplatz mit der „Großen Roten“, der U2, weiterfahren, die einen Teil ihrer Strecke oberirdisch zurücklegt und nicht nur deswegen ideal zum Sightseeing ist. Sie verbindet den Westen (vom Olympiastation über das weltbekannte Kaufhaus KADEWE am Wittenbergplatz) mit dem Potsdamer Platz, Alexanderplatz und Prenzlauer Berg entlang der Schönhauser Allee im Osten. Mit einem Tagesticket (mehr zum Nahverkehr in einem separaten Eintrag) der BVG kann man nach Herzenslust umsteigen, und das sollte man auch tun – die Berliner U-Bahnhöfe erzählen Stadtgeschichte auf ihre eigene Weise. Continue reading

Das Tieranatomische Theater

Carl Gotthard Langhans? Sagt Ihnen nichts? Architekt eines weltberühmten Bauwerks? Nie gehört? Langhans verantwortete das Brandenburger Tor – und baute zeitgleich mit Berlins Wahrzeichen nicht so weit entfernt an einem weiteren Kleinod, der Tieranatomie auf dem Gelände des Charité-Krankenhauses. Im Rund des auch “Trichinentempel” genannten Baus wurden vor 200 Jahren erstmals Tierkadaver vor angehenden Veterinären seziert, damit diese nicht nur mit dem Erscheinungsbild des Fadenwurms, sondern auch dem Innenleben von Pferd, Kuh und Ziege im Allgemeinen Bekanntschaft schließen konnten. Zu dem Zweck übrigens, wie wohl im militaristischen Preußen nicht anders zu erwarten, um die Gesundheit der Rösser für die Kavallerie zu erhalten.

Nachdem das Paradebeispiel der klassizistischen Architektur in Deutschland viele Jahre leer stand und keine richtige Nutzung hatte, wurde es vor zwei Jahren liebevoll zurück in den alten Glanz versetzt. Die Dokumentation dazu im Erdgeschoss sollte man sich nicht entgehen lassen: Continue reading

Сады мира в районе Берлина Марцан-Хеллерсдорф

Когда в 2011 году я приехала в Берлин на двухнедельный семинар “Культура и искусство”, то в рамках этого образовательного мероприятия я посетила очень много различных достопримечательностей Берлина, начиная со стандартных для всех туристов Бранденбургских ворот и заканчивая менее известными, например, импровизационным театром Шметтерлингс в БюненРауш. Во время семинара у нас был только один свободный день, и после небольшого раздумья я решила пойти в этот день в парк “Сады мира”, хотя поначалу мне показалось, что он очень далеко (не центр, а некий неизвестный мне тогда район Берлина Марцан). И я очень рада, что отправилась именно туда. В настоящий момент я проживаю в Берлине и довольно регулярно хожу в этот парк. И каждый раз я вновь и вновь удивляюсь его красоте. Поэтому я и хочу посоветовать всем посетить “Сады мира”. Continue reading

Die Gärten der Welt in Marzahn-Hellersdorf

Als ich 2011 zu einem zweiwöchigen Weiterbildungsseminar „Kunst und Kultur“ in Berlin war, habe ich im Rahmen dieser Veranstaltung sehr viel von Berlin gesehen: Von den „üblichen Verdächtigen“ wie dem Brandenburger Tor & Co., bis zu den weniger bekannten Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel dem „Improvisationstheater Schmetterlings“ im BühnenRausch. Im Laufe des Seminars hatten wir nur einen Tag zur freien Verfügung und nach ein bisschen Recherche habe ich mich für den Park „Gärten der Welt“ entschieden, obwohl mich die Entfernung zum Park (nicht Mitte, sondern Marzahn) am Anfang abschreckte. Aber der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt. Inzwischen wohne ich in Berlin und gehe regelmäßig in den Park. Und ich finde ihn immer wieder schön, weswegen ich Ihnen die „Gärten der Welt“ auch empfehlen möchte. Continue reading