Die Gärten der Welt in Marzahn-Hellersdorf

Als ich 2011 zu einem zweiwöchigen Weiterbildungsseminar „Kunst und Kultur“ in Berlin war, habe ich im Rahmen dieser Veranstaltung sehr viel von Berlin gesehen: Von den „üblichen Verdächtigen“ wie dem Brandenburger Tor & Co., bis zu den weniger bekannten Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel dem „Improvisationstheater Schmetterlings“ im BühnenRausch. Im Laufe des Seminars hatten wir nur einen Tag zur freien Verfügung und nach ein bisschen Recherche habe ich mich für den Park „Gärten der Welt“ entschieden, obwohl mich die Entfernung zum Park (nicht Mitte, sondern Marzahn) am Anfang abschreckte. Aber der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt. Inzwischen wohne ich in Berlin und gehe regelmäßig in den Park. Und ich finde ihn immer wieder schön, weswegen ich Ihnen die „Gärten der Welt“ auch empfehlen möchte.

Die Parkanlage ist sehenswert für alle, aber besonders Garten- und Parkfreunde kommen auf ihre Kosten. Im Park „Gärten der Welt“ befindet sich nämlich der größte chinesische Garten in Europa. Dazu kommen noch weitere Gartenanlagen: ein Japanischer Garten, ein Balinesischer Garten, ein Orientalischer Garten, ein Christlicher Garten und viele andere Parkthemen.

Der “Garten des wiedergewonnenen Mondes” (Chinesischer Garten) entstand nach Plänen des Pekinger Instituts für klassische Gartenarchitektur. Er wurde nur mit Materialien aus China von Facharbeitern aus Peking gebaut. Im Zentrum ist ein 4.500 Quadratmeter großer See mit Seerosen und Fischen. Am See liegt das Teehaus „Berghaus zum Osmanthussaft“, wo man viele verschiedene chinesische Teesorten mit Blick auf das Wasser und Grün genießen kann.

Der Japanische „Garten des zusammenfließenden Wassers“ ist im Rahmen eines Projektes aus der Städtepartnerschaft Berlin-Tokio entstanden. Er umfasst einen Pavillon, einen Teich, Wasserläufe, einen Trockengarten und interessante Steinsetzungen. Er ist eine Oase der Ruhe und des Nachdenkens mitten in der hektischen Großstadt.

Der Balinesische „Garten der drei Harmonien“ zeigt in einem Gewächshaus einen Ausschnitt aus einem traditionellen balinesischen Wohnkomplex und eine tropische Pflanzenwelt.

Der Orientalische „Garten der vier Ströme” präsentiert die Gartentradition der islamischer Länder mit vielen Wasserbecken und Springbrunnen.

Der italienische Renaissancegarten „Giardino della Bobolina“ zeigt den Besuchern eine Loggia mit Blumenbeeten und Skulpturenschmuck. Der Renaissancegarten bietet damit einen Einblick in die Villengärten der Toskana.

Entdecken Sie auch die anderen schönen Seiten der Parkanlage wie den Christlichen Garten, den Koreanischen „Seouler Garten“, den Irrgarten usw.

Die Gärten der Welt erreichen Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln S7 Marzahn/Bus 195 bis Haltestelle “Gärten der Welt” bzw. U5 Hellersdorf/Bus 195 bis Haltestelle “Gärten der Welt”.
Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise finden Sie unter www.gruen-berlin.de/parks-gaerten/gaerten-der-welt/ueberblick oder www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/erholungspark-marzahn.

Ich wünsche allen eine schöne Zeit in den “Gärten der Welt” und hoffe, dass mein Tipp für Sie hilfreich war.

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Text & Foto: Olga Syasina

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