Das Global Stone Projekt im Herzen von Berlin

Im schönen Berliner Tiergarten, ganz im Osten gelegen zwischen Brandenburger Tor, Reichstag, Holocaust-Mahnmal und Potsdamer Platz, liegen im Kreis 5 riesige Steine aus 5 Kontinenten. Sie sind Teil eines alle 5 Kontinente umspannenden Kunstprojekts für globales Bewusstsein und Frieden. Alljährlich am 21. Juni zur Sonnenwende verbinden sich diese bearbeiteten Steine durch Spiegelung des Sonnenlichts mit ihren ebenfalls bearbeiten Schwestersteinen im Land ihrer Herkunft. Gleichzeitig entsteht an diesem Tag zur Kulmination zwischen den Steinen im Tiergarten ein Kreis aus Licht als Symbol einer geeinten Menschheit in Frieden. Der Initiator bittet den Betrachter, durch aktive Imagination die unsichtbaren Linien aus Licht zu verbinden und somit das Kunstwerk als Symbol der geeinten Menschheit zu vollenden.

Jeder Kontinent repräsentiert mit einem Begriff einen der 5 Schritte zum Frieden: Europa – Erwachen, Afrika – Hoffnung, Asien – Vergebung, Amerika – Liebe, Australien – Frieden.

Auf der Suche nach einer Antwort ging der Initiator des Projekts, Wolfgang Kraker von Schwarzenfeld, im Alter von 20 Jahren, beladen mit einem Kriegstrauma und der Frage „warum töten Menschen andere Menschen oder sich selbst, wie bei meinem Vater geschehen“ mit einem selbst gebauten Katamaran auf Weltreise. Bei einem Schiffbruch verbrachte er 16 Tage in einem Mini-Schlauchbot auf dem Nordatlantik. Die Erfahrung aus einem Nahtoderlebnis durch Unterkühlung ist die Basis des Global Stone Projekts. 40 Jahre später hisste von Schwarzenfeld erneut die Segel auf seinem Dreimaster „Pegasus“, um die durch den Schiffbruch unterbrochene Weltreise und seinen Traum von einem Monument für die Zukunft frei von historischer Belastung und kommerziellen Interessen zu vollenden.

Photo by W.K.v.S.

Leider ist der 21. Juni schon vorbei, wenn Sie im August zum Fit-Kongress nach Berlin kommen. Doch das Global Stone Projekt ist jederzeit absolut sehenswert. Es herrscht eine besondere Atmosphäre an diesem Ort, und wenn man in der Weltstadt Berlin inmitten der Steine aus allen 5 Kontinenten steht, kann man sich so richtig als Weltenbürger fühlen. Die Steine sind wunderschön anzuschauen, und man kann bei jedem Stein verweilen, ihn betrachten oder fotografieren. Es gibt dort auch eine Sitzgruppe aus kleineren Steinen zum Betrachten des Projekts, zum Ausruhen, Erholen oder um einfach die Sonne zu genießen. Wer vom Besichtigen des Regierungsviertels oder vom Stadtspaziergang müde geworden ist, kann sich hier erholen. Oft treffen sich an diesem Ort auch Menschen zur Meditation, machen Musik oder singen Mantras. Die Steine sind ein Ort der Freude, Energie und Besinnung.

 

 

 

 

 

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Text & Fotos: Zuzana Hessler, 1 Foto: W.K.v.S.

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